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2. Trans Alb
Die 2. Trans Alb über 35 km fand gestern in Etzelwang nahe Nürnberg - nach 2011 diesmal als Winterritt - statt.Als erster Distanzritt 2012 wurde somit die Distanz-Reitsaison in diesem Jahr eröffnet.
Viele Reiter folgten der Vernunft und wollen ihrer ersten Ritt erst im Frühling wagen, wenn die Wege gut und schneefrei sind. Schließlich fand sich trotzdem eine Gruppe von knapp 10 Distanzlern, die die Reize das Reitens im Winter schätzen und auch eine Anfahrt mit Hänger nicht scheuen.
Nachdem die Wegverhältnisse im Januar sehr gut waren, setzte In der Nacht vor der Veranstaltung Schneefall ein und so klingelte ab 5 Uhr früh das Telefon, wie es ausschaut - ob die Veranstaltung statt findet. Da die Verhältnisse am Veranstaltungsort passabel und viele Reiter inzwischen auf dem Weg waren, habe ich gesagt, dass die Veranstaltung statt findet und jeder für sich selbst verantworten soll, ob er kommen möge oder nicht.
Schließlich erreichten alle Reiter wohlbehalten den Startort, obwohl einige Unfälle und Staus auf den Autobahnen die Anfahrt verzögerte.
Unsere Tierärtzin Julia Hoffmann machte ihre Arbeit bei der Voruntersuchung sehr gut und schnell und so konnten die Reiter ohne große Zeitverzögerung kurz nach 9 Uhr auf die Strecke gehen.
Die Strecke erwies sich als Kartenritt bei den Neuschneeverhältnissen als anspruchsvoll, da einige Wege gar nicht mehr als solche erkennbar waren. Um so erstaunlicher war es, wie das Reiterpaar Andrea Pütz und Carolin Lautner, die als erste auf die Strecke gingen, die unberührten Wege fast durchwegs auf Anhieb fanden und den nachfolgenden Reitern die Wegfindung somit deutlich erleichterte. Die zweite Gruppe, Gabi Fruth und Reinhard Graf, waren die direkten Verfolger der Führungsgruppe. Die "GPS-Cowboys", hatten durch die Technik im tief verschneiten Wald vor Bernricht Vorteile und konnten dieses Labyrinth als erste verlassen. Die weiteren fünf Reiter fanden sich als gesammelte Gruppe zusammen. Ihr Motto bleib bis zum Halbzeit-Check: Gemeinsam sind wir stark. Da wir darauf verzichteten, nach dem ersten 18 km-Loop eine Pausenzeit auszuschreiben, konnte direkt nach der Kontrolle weitergeritten werden. Dieses hatte auch das Ziel, dass die Veranstaltung noch im Tageslicht beendet werden kann und man nicht in die Nacht hinein kommt. Nachdem alle Reiter den Check bestanden und in die zweite Rund gingen, änderte sich die Gruppierung der Reiter. Die ersten zwei Paare fanden den Weg nicht direkt. Jessica und Verena Glück verlängerte somit ihre Reitstrecke um vielleicht 8 Kilometer und hätten somit am Ende einen soliden KDR zurückgelegt. Auch die Kartenprofis Andrea Pütz und Caro Lautner hatten einige Probleme mit der Orientierung auf dem 2. Loop. So ritten Katharina Heidbrecht, Stefanie Hartmann und Christian Lüke zwischenzeitlich als führendes Team über die unberührten Wege bis zum 2. Vet-Check bei etwa 28 km. Hier übernahmen dann unsere GPS-Cowboys Gabi Fruth und Reinhard Graf die Führung. Mit einem beherzten Ritt bauten sie ihren Vorsprung immer weiter aus und erreichten als erstes Paar das Ziel in Etzelwang.
Danach ritt die 3er-Gruppe Heidbrecht-Hartmann-Lüke ein, gefolgt von Andrea Pütz und Caro Lautner. Auch die Glück-Mädels fanden schließlich den Weg ins Ziel und erreichten erstaunlicherweise exakt die gleiche Reitzeit, wie die Vorgängergruppe, trotz unterschiedlicher Streckenlängen, Start- und Reitzeiten.
Durch die anspruchsvolle, aber schön zu reitende überzuckerte Landschaft der Oberpfälzer Alb verteilten sich die Reiter auf die Leistungsklassen 2 und 3. Dies zeigt, dass die Distanzler vernünftig mit angemessenem Tempo auf der Strecke unterwegs waren um ihre Pferde heil ins Ziel zu bringen. Das zeitschnellste Paar Gabi Fruth und Reinhard Graf freute sich über den wunderschönen Ritt, obwohl Gabis Pferd Outback leider die Nachuntersuchung wegen Lahmheit als einziges Pferd nicht bestand.
Fazit: Ein Winterritt ist bei passenden Verhältnissen eine wunderschönes Erlebnis, aber auch mit einem hohen Risiko verbunden, da z.B. wurzelige Wegpassagen bei Schneelage nicht erkannt werden können. Ebenfalls kann ein Wettersturz dazu führen, dass die Veranstaltung evtl. nicht statt finden kann. Wir hatten Glück, die Verhältnisse passten und sogar 3 Profifotografen waren auf der Strecke um die Gelegenheit wahrzunehmen, seltene Distanzreitbilder im Schnee zu machen.
Der besondere Dank gilt auch allen Helfern, sowie Sabine Lotter, die ein Tag in der Kälte verbrachten, um diesen Ritt zu ermöglichen.
Da die Gruppe der Reiter sehr klein ist, die für das Abenteuer Winter-Distanzreiten zu begeistern ist, wird die nächste Trans Alb 2013 wieder in der warmen Jahreszeit stattfinden, dann nicht nur als Einführungsritt, sondern auch mit Wegstrecken bis zum LDR.
Christian Lüke

Info
Dieser Artikel wurde veröffentlicht am 29.01.2012.
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