Dieser Artikel wurde veröffentlicht am 14.09.2009.
von Saskia Storm
Die 3. Nordsee-Distanz sollte am 12. September stattfinden. Wir reisten schon Donnerstags an und halfen Lisa und Dirk ein wenig bei den Vorbereitungen, außerdem besuchten wir nebenbei noch Ayla.
Lisa stellte mir netterweise Sky zur Verfügung, ein Araberwallach aus den USA, mit dem ich den mittleren Distanzritt über 60 km absolvieren sollte.
Freitag absolvierten wir die Voruntersuchung problemlos und hörten Abends gespannt bei der Vorbesprechung, die mit Beamer sehr professionell abgehalten wurde, zu. Viele Teile der Strecke kannte ich bereits, sodass ich nur wenige Male auf die Karte schauen brauchte.
Am Samstagmorgen ging es für der Reiter des MDRs im gleitenden Star los. Wir starteten um 7.20 Uhr alleine und machten uns auf die erste Runde. Sky war fast wie Ayla, sehr flott unterwegs und ich hatte einiges zu tun ihn zu bremsen. Nach der ersten Runde kam ich schon ziemlich erschöpft im Vet-Check an und stellte ihn vor. Puls 64, Trab alles in Ordnung, weiter ging die Reise.
Auf der zweiten Runde ging es am Deich entlang, zwischen vielen Schafen, über ein paar Wiesen und hoch zum Strand, wo uns die Radarfalle überraschte. Da wir Puls 72 hatten, konnte es sofort weitergehen.
Als wir nach der zweiten Runde wieder an der Jade-Rennbahn in Hooksiel ankamen, stellten wir Sky in sehr guter Verfassung bei der Tierärztin Claudia Zerlik vor, die uns bestätigte, dass Sky sogar besser laufe als noch gestern bei der Voruntersuchung. Das freute mich sehr, ich brachte Sky daraufhin in sein Paddock und ließ ihn ein wenig pausieren.
Nach 40 Minuten Pause ging es auf die dritte und letzte Runde. Thorben wartete zwischendurch mit Wasser auf uns, was immer sehr aufbauend war, da ich langsam sehr mit mir kämpfen musste, denn ich war völlig untrainiert, aber durfte es dem Pferd ja nicht schwerer machen. Also biss ich die Zähne zusammen, auch wenn ich am nächsten Tag nicht mehr laufen können sollte.
Nach 60 km kamen wir freudestrahlend im Ziel an. Nun hieß es abwarten bis zur Nachuntersuchung. Diese fiel für uns leider negativ aus. Ich hatte zu fest gegurtet, Sky hatte Gurtdruck und lief sehr klemmig, sodass ich aus der Wertung genommen werden musste. Schade, dass sich die ganzen Mühen nicht gelohnt hatten, aber so ist das Spiel "Distanzreiten" nun einmal.
Die Veranstaltung an sich war wieder sehr gut organisiert, aber ich glaube, an der Nordsee haben wir leider kein Glück ;-)
Noch kein Kommentar.
Kommentare ansehen und verfassen