Criollo (Kreole)
Farbe
Vorwiegend Falben (Maus- und Fuchsfalbe) mit Aalstrich und Zebrastreifen, auch Isabellen, Füchse, Schimmel, Rappen und Braune; Tobianos (Schecken) nur in Brasilien und Uruguay erlaubt
Stockmaß
138 bis 150 cm
Exterieur
Kurzer, breiter Kopf, gerades oder konvexes Profil, große, ausdrucksvolle Augen, kleine spitze Ohren; muskulöser Nacken, mittellanger Hals, deutlicher Widerrist, kräftige, schräge Schulter, breiter Brust, tiefer Rumpf, kurzer Rücken, starke Nierenpartie, runde, muskulöse Kruppe, tiefer Schweifansatz; elegante kräftige Beine, mittellange, starke Fessel, kleine harte, meist schwarze Hufe; kräftiges Langhaar
Eigenschaften
Zäh, willig, ausgeglichen, sehr ausdauernd, genügsam, leistungsbereit, gehorsam, wendig, leichtfüßig und trittsicher; starke Pass- und Töltveranlagung
Verwendung
Reit- und Zugpferd, ausgezeichneter Gewichtsträger, "Gauchopferd"
Herkunft, Verbreitung
Südamerika, Hauptzuchtgebiete Argentinien, Brasilien, Chile und Uruguay
Besonderes, Geschichte
Nachkomme der mit den spanischen Eroberern im 16. und 17. Jh. ins bis dahin pferdelose Land gekommenen Pferde, die viel Araber- und Berberblut führten; entlaufene und nicht mehr benötigte Pferde verwilderten; sie leben in halbwilden Herden, die voneinander nur durch die Namen in den einzelnen Staaten unterschieden werden; Verdienste um die Reinzucht gebühren Dr. Emilio Solanat; 1959 Zusammenschluss aller Zuchtländer im Zuchtbuch der Criollorasse, um Mischprodukte (so genannte Mestizios bzw. Cruzados) von der Zucht auszuschließen; in Argentinien werden jährlich Leistungsprüfungen abgenommen: die Pferde müssen eine Strecke von 750 km mit einem zusätzlichen Gewicht von mindestens 110 kg (Reiter samt Sattel und Zubehör) in 14 Tagen zurücklegen und dürfen sich nur von Wasser und Futter ernähren, das sie unterwegs finden.
Der Criollo existiert unter verschiedenen Namen: in Argentinien und Uruguay heißt er Criollo, in Chile Caballo Chileno, in Peru Costeno, in Venezuela Llanero und in Brasilien Crioulo Brazileiro.
Zuchtbuch
1918 Eröffnung eines Stutbuchs; 1923 Gründung des Zuchtverbands
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Vorwiegend Falben (Maus- und Fuchsfalbe) mit Aalstrich und Zebrastreifen, auch Isabellen, Füchse, Schimmel, Rappen und Braune; Tobianos (Schecken) nur in Brasilien und Uruguay erlaubt
Stockmaß
138 bis 150 cm
Exterieur
Kurzer, breiter Kopf, gerades oder konvexes Profil, große, ausdrucksvolle Augen, kleine spitze Ohren; muskulöser Nacken, mittellanger Hals, deutlicher Widerrist, kräftige, schräge Schulter, breiter Brust, tiefer Rumpf, kurzer Rücken, starke Nierenpartie, runde, muskulöse Kruppe, tiefer Schweifansatz; elegante kräftige Beine, mittellange, starke Fessel, kleine harte, meist schwarze Hufe; kräftiges Langhaar
Eigenschaften
Zäh, willig, ausgeglichen, sehr ausdauernd, genügsam, leistungsbereit, gehorsam, wendig, leichtfüßig und trittsicher; starke Pass- und Töltveranlagung
Verwendung
Reit- und Zugpferd, ausgezeichneter Gewichtsträger, "Gauchopferd"
Herkunft, Verbreitung
Südamerika, Hauptzuchtgebiete Argentinien, Brasilien, Chile und Uruguay
Besonderes, Geschichte
Nachkomme der mit den spanischen Eroberern im 16. und 17. Jh. ins bis dahin pferdelose Land gekommenen Pferde, die viel Araber- und Berberblut führten; entlaufene und nicht mehr benötigte Pferde verwilderten; sie leben in halbwilden Herden, die voneinander nur durch die Namen in den einzelnen Staaten unterschieden werden; Verdienste um die Reinzucht gebühren Dr. Emilio Solanat; 1959 Zusammenschluss aller Zuchtländer im Zuchtbuch der Criollorasse, um Mischprodukte (so genannte Mestizios bzw. Cruzados) von der Zucht auszuschließen; in Argentinien werden jährlich Leistungsprüfungen abgenommen: die Pferde müssen eine Strecke von 750 km mit einem zusätzlichen Gewicht von mindestens 110 kg (Reiter samt Sattel und Zubehör) in 14 Tagen zurücklegen und dürfen sich nur von Wasser und Futter ernähren, das sie unterwegs finden.
Der Criollo existiert unter verschiedenen Namen: in Argentinien und Uruguay heißt er Criollo, in Chile Caballo Chileno, in Peru Costeno, in Venezuela Llanero und in Brasilien Crioulo Brazileiro.
Zuchtbuch
1918 Eröffnung eines Stutbuchs; 1923 Gründung des Zuchtverbands









