Huzule
Farbe
Braune, Rappen, Falben in allen Schattierungen, häufig Wildpferdemerkmale, Schecken; sehr selten Schimmel

Stockmaß
125 bis 142 cm

Exterieur
Ausdrucksvoller, trockener Kopf, freundliche Augen, kleine, spitze Ohren, starke Ganaschen; mittellanger, kräftiger Hals, kräftige Schulter, breite Brust, flacher, breiter Widerrist, gerader, tragstarker Rücken, muskulöse, abfallende Kruppe; trockenes, knochenstarkes Fundament, harte Hufe, manchmal etwas kuhhessig; dichtes, volles Langhaar

Eigenschaften
Leistungsfähig, furchtlos, trittsicher, hart, genügsam, ausdauernd, willig, widerstandsfähig, sehr langlebig, anspruchslos, instinktstark; muskulös, oft leicht überbaut

Verwendung
Reit- und Packpferd, Zugpferd

Herkunft, Verbreitung
Kernzuchtgebiet: Waldkarpaten (Grenzgebiete von Polen, Rumänien, Ukraine, Ungarn, Slowakei, Tschechien); in geringer Zahl in Österreich, der Schweiz und Deutschland

Besonderes, Geschichte
Abstammung soll auf den Tarpan zurückgehen; Entwicklung von drei Typen im Hauptzuchtgebiet im Tal von Zabie: der Tarpan-, der Bystrzec- und der Przewalski-Huzule; systematische Zucht und Einkreuzung von viel Araberblut ab Mitte des 19. Jh.; Verluste und Zuchtvernachlässigung bedingt durch die beiden Weltkriege

Zuchtbuch
1877 wurde das zum Staatsgestüt Radautz gehörende Vorwerk Luczyna Huzulen-Gestüt; 1924 Gründung des Zuchtverbands und Anlage des Stutbuchs in der Huzulei; Zuchtschwerpunkte heute: Gestüt Topolcianky (Slowakei) und Luczyna (Rumänien)

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