Muraközer (Muraköser Pferd, Murakoz, Murinsulaner)
Farbe
Überwiegend Füchse mit flachsfarbener Mähne und Schweif, auch Braune, Fuchs- und Braunschimmel, selten Schimmel und Rappen

Stockmaß
ca. 162 cm

Exterieur
Großer, trockener Kopf, gerades bis konvexes Profil (Hinweis auf orientalische Vorfahren); kurzer, gewölbter Hals, starke Schulter, tiefe, breite Brust, wenig Widerrist, viel Gurtentiefe, kräftiger, deutlich tiefer Rücken, kraftvolle Hinterhand, muskulöse, abfallende Kruppe; muskulöse, kurze Beine, starke Knochen, große, runde, feste Hufe, wenig Behang

Eigenschaften
Ausgeglichener Charakter, freundlich, sehr gute Kondition, willig, ruhig, aktiv, zuverlässig, genügsam, einsatzwillig, energisch, gutes Temperament, sehr leichtfuttrig

Verwendung
Landwirtschaft, Zugarbeit

Herkunft, Verbreitung
Ungarn; Tschechien, Slowakei, Polen, gesamtes ehem. Jugoslawien

Besonderes, Geschichte
Ursprüngl. Zucht im Grenzgebiet Österreich/Ungarn; Landstuten wurden mit Norikern gekreuzt; durch unsachgemäße Zucht entstanden zwei Schläge: in den Bergregionen der leichtere Pinkaföer/Pindafelder und der sich an der Mura entwickelnde schwerere Muraközer; seit Anfang des 20. Jh. werden Ardenner eingekreuzt, um beide Schläge schwerer zu machen; in den 1920er-Jahren führte der Bedarf an schweren Arbeitspferden zur Einrichtung der einzigen staatlichen Kaltblutzucht Ungarns; Verluste des 2. Weltkriegs machten einen Neuaufbau der Zucht notwendig, für den vorwiegend Ardenner verwendet wurden; der Bedarf ist stark rückläufig

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