Noriker
Farbe
Braune, Rappen, Füchse, Dunkelfüchse, auch Tigerschecken und Blauschimmel

Stockmaß
150 bis 165 cm

Exterieur
Schwerer, gut proportionierter Kopf, leicht konvexes Profil; kurzer, muskulöser Hals, mächtige, steile Schulter, flacher Widerrist, breite Brust, kurzer, kräftiger Rücken, lange, muskulöse, gespaltene Kruppe; kräftiges Fundament, wenig Behang

Eigenschaften
Fleißig, gutmütig, kraftvoll, ausdauernd, anspruchslos, wendig, trittsicher, ruhiges Temperament, etwas langsam, sichere Geländegängigkeit

Verwendung
Gebirgspferd, Zugpferd in Land- und Forstwirtschaft, Kutsch- und Reitpferd

Herkunft, Verbreitung
Österreich (Stammgestüt Schwaiganger), Deutschland (Landgestüt Marbach)

Besonderes, Geschichte
Vor rd. 2000 Jahren Gründung einer neuen Zuchtstätte des "Legionärspferdes" der Römer in den Provinzen Noricum, Rätien und Pannonien, aus dem schweren Warmblutpferd der Thessalischen Ebene entstand der Noriker; Veredlung durch Einkreuzung von spanischen und neapolitanischen Blutlinien; 1688 Verbot, inländische Stuten durch ausländische Hengste decken zu lassen, 1703 erste Körordnung für Privathengste; seit über 400 Jahren wird bei strenger Selektion in einem geschlossenen Zuchtgebiet rein gezüchtet; hervorragende Linienbegründer sind Vulken, Schumitz, Elmar, Diamant; die Tigerschecken der Tiger-Linie ist auf den andalusischen Blutanteil zurückzuführen

Zuchtbuch
1897 Gründung des Pinzgauer Pferdezuchtvereins; 1903 Herausgabe des ersten Gestütsbuchs

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